St. Pölten (OTS) – Als eines von sechs möwe Kinderschutzzentren in
Wien und
Niederösterreich werden seit 1996 am Standort St. Pölten Kinder,
Jugendliche und ihre Bezugspersonen, die von Gewalt und Missbrauch
betroffen sind, beraten und betreut. Im Jahr 2025 begleitete das
achtköpfige Team rund 1.000 Klient*innen. Neben Krisenintervention
und Beratung werden Prozessbegleitung sowie Psychotherapie
durchgeführt, um den minderjährigen Klient*innen eine nachhaltige
Verarbeitung der Erlebnisse zu ermöglichen.
Das 30-jährige Jubiläum wurde am Vormittag mit einem Fachtag und
am Nachmittag mit einem Festakt mit zahlreichen Gratulant*innen aus
Politik und dem möwe Netzwerk gefeiert.
Der Vormittag stand unter dem Motto „Hand in Hand für den
Kinderschutz“. Rund 100 Teilnehmende konnten einem Vortrag über
medizinischen Kinderschutz von Dr. Bernd Herrmann vom Klinikum Kassel
lauschen. Sie erhielten anhand eines Fallbeispiels Einblick in die
multiprofessionelle Zusammenarbeit verschiedenster Organisation aus
dem fachlichen Netzwerk der möwe. Als Abschluss konnten die
Teilnehmer*innen Workshops zu aktuellen Kinderschutzthemen, die von
den Mitarbeitenden der möwe St. Pölten gestaltet wurden, besuchen.
Bei der Feierlichkeit am Nachmittag gratulierten der
Vizebürgermeister der Stadt St. Pölten Michael Kögl, Landesrätin Eva
Prischl, Landesrätin Mag a Christiane Teschl-Hofmeister in Vertretung
von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Staatssekretärin
Ulrike Königsberger-Ludwig . Sie alle fanden dankende Worte für die
wichtige Arbeit, die die möwe in den letzten 30 Jahren in St. Pölten
geleistet hat und wiesen darauf hin, dass Kinderschutz auch heute
noch ein wichtiges, gemeinsames Anliegen ist. möwe Präsidentin Dr in
Sigrid Schmidl-Amann fand klare Worte dafür, dass die notwendige
Kinderschutzarbeit der möwe auch zukünftig mit ausreichenden
Förderungen finanziell abgesichert bleiben muss. Mag a Hedwig Wölfl ,
Geschäftsführerin der möwe und DSA Jana Zuckerhut, Leiterin der möwe
St. Pölten betonten noch einmal, dass Kinderschutz nur Hand in Hand
funktionieren kann, wenn alle gemeinsam ein Sicherheitsnetz bilden,
das betroffene Kinder und Jugendliche verlässlich auffängt.
Zum Abschluss wurde der neue Spielplatz vor dem
Kinderschutzzentrum eingeweiht und auf eine gute zukünftige
Zusammenarbeit angestoßen.