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Rotkreuz-Hilfe im Nahen Osten läuft auf Hochtouren: Leben retten, Tote bergen, Vorbereitungen auf Fluchtbewegungen in den Nachbarländern.

Wien (OTS) – Zehntausende Mitarbeiter:innen und Freiwillige des Roten
Kreuzes /
Roten Halbmondes im Nahen Osten sind seit dem Wochenende in den vom
Konflikt betroffenen Gebieten im Einsatz. „Unsere Kolleginnen und
Kollegen im Iran, im Libanon oder in Israel retten Verletzte, bergen
Überlebende aus Trümmern, verteilen Hilfsgüter und versorgen Menschen
in Notunterkünften. Der Suchdienst des Roten Kreuzes hilft, den
Kontakt zwischen Familien wieder herzustellen. In Nachbarländern wie
der Türkei bereitet sich der Rote Halbmond auf Fluchtbewegungen vor.
Ein Ende des Konflikts ist noch nicht abzusehen, unsere Hilfe wird
noch lange nötig sein. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!“,
so Jürgen Högl, Leiter der Abteilung für Internationale Katastrophen
und Krisen beim Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK).

Wie das Rote Kreuz konkret hilft

– Iran : Im besonders betroffenen Land wurden 100.000 Helfer:innen
des Iranischen Roten Halbmondes mobilisiert, hunderte Teams stehen
rund um die Uhr im Einsatz. Derzeit hat das Retten von Leben
Priorität, Verletzte werden in den Spitälern des Iranischen Roten
Halbmondes behandelt. Mit mehr als 3 Millionen Freiwilligen ist der
Rote Halbmond die größte humanitäre Organisation im Land.

– Libanon : Mit 12.000 Freiwilligen ist das Libanesische Rote Kreuz
die primäre humanitäre Hilfsorganisation im Land und führend in
Rettungs- und Blutspendediensten. Für aus dem Süden vertriebene
Menschen wurden zuletzt 170 Notunterkünfte eingerichtet. Die ÖRK-
Delegation im Libanon – seit 2013 im Land – unterstützt aktuell bei
der Umsetzung von Notfallplänen.

– Israel : Der Israelische Magen David Adom (Roter Davidstern) hat
alle Notfallkapazitäten – 39.000 Freiwillige – mobilisiert. Aktuelle
Schwerpunkte sind Such- und Rettungsaktionen oder eine nationale
Blutspende-Kampagne.

Vorbereitungen auf Fluchtbewegungen angelaufen

Die Rotkreuz-Gesellschaften in den umliegenden Ländern des Irans
– vor allem der Türkische Rote Halbmond sowie das Armenische Rote
Kreuz – bereiten sich in den Grenzregionen auf Fluchtbewegungen und
Evakuierungsmaßnahmen vor: die gesundheitliche und psychologische
Betreuung, Versorgung mit notwendigen Gütern sowie Unterbringung von
ankommenden Menschen stehen im Vordergrund.

Internationale Hilfe: 100.000 Euro aus Österreich

Das Österreichische Rote Kreuz hat bereits 100.000 Euro für die
erste Nothilfe zur Verfügung gestellt, bei Bedarf können Hilfsgüter
oder Expert:innen in die betroffenen Regionen entsandt werden. Die
ÖRK-Delegation im Libanon unterstützt aktuell bei der Umsetzung von
Notfallplänen. Die internationale Föderation der Rotkreuz- und
Rothalbmondgesellschaften unterstützt im ersten Schritt mit 1,5
Millionen CHF aus dem Disaster Relief Emergency Fund vor allem die
Hilfe im Iran.

„Schutz der Zivilbevölkerung muss Vorrang haben!“

ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer wiederholt seinen Appell nach der
Einhaltung des Humanitären Völkerrechts: „Der Schutz der
Zivilbevölkerung muss Vorrang haben und unbedingt von allen
Konfliktparteien eingehalten werden! Auch Angriffe auf humanitäre
Helferinnen und Helfer sind zu unterlassen, damit sie ihre
lebensrettende Arbeit fortsetzen können.“

Das Rote Kreuz bittet dringend um Spenden:

Österreichisches Rotes Kreuz

IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144

BIC: GIBAATWWXXX

Erste Bank: BLZ 20.111

Kennwort: Naher Osten

Oder online unter wir.roteskreuz.at/naher-osten

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