Wien (OTS) – Die Österreichischen Kinderschutzzentren verzeichnen
seit Jahren eine
deutliche Zunahme an Fällen sexueller Gewalt unter Jugendlichen – von
Grenzverletzungen bis hin zu schwerwiegenden Übergriffen wie „Date
Rape“. Besonders betroffen sind Mädchen im Alter von 12 bis 16
Jahren.
„Sexuelle Gewalt kann nur verhindert werden, wenn Kinder
frühzeitig und altersgerecht auf Sexualität vorbereitet werden“,
betont Hedwig Wölfl, Stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes
Österreichischer Kinderschutzzentren und Leiterin der
Kinderschutzorganisation “die möwe”.
Zwtl.: Falsche Vorbilder & fehlende Aufklärung – eine gefährliche
Mischung
Viele Jugendliche orientieren sich bei ihren ersten intimen
Erfahrungen an Bildern aus sozialen Medien oder Pornografie. Diese
zeigen oft unrealistische, männlich dominierte und manchmal auch
gewaltvolle Vorstellungen von Sexualität – ohne Nähe, Achtsamkeit
oder beidseitige Zustimmung.
Jugendliche, die sich stark an diesen Bildern orientieren, achten
weniger auf ihre eigenen Wünsche und Grenzen oder die der anderen
Person. So entsteht Sexualität „nach Drehbuch“, nicht nach echtem
Bedürfnis.
Zwtl.: Online-Kontakte: Vertrauensfalle mit Risiko
Jugendliche lernen sich heute häufig über Plattformen wie
Instagram, Tinder oder Snapchat kennen. Diese Kontakte fühlen sich
oft vertrauter an, als sie wirklich sind. Treffen finden an
abgelegenen Orten statt – allein, ohne schützende Begleitung. Das
Risiko, dass Grenzen überschritten werden, steigt zusätzlich durch
Alkohol, Drogen oder KO-Tropfen. Übergriffe bleiben keine
Einzelfälle.
Zwtl.: Was Kinder und Jugendliche lernen sollen:
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Eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen und benennen
–
Gefährdungssituationen frühzeitig erkennen
–
Verabredungen bewusst und sicher gestalten
–
Sich bei Unsicherheit Hilfe holen
Zwtl.: Eltern können viel tun, um ihre Kinder auf schöne und
einvernehmliche erste sexuelle Erlebnisse vorzubereiten – 7 Tipps für
mehr Sicherheit
1.
Über Sexualität sprechen: Sexualität ist nur dann okay, wenn sie
auf ehrlichen Gefühlen, gegenseitigem Respekt und Zustimmung basiert.
Pornografische Bilder und Videos sind oft unrealistisch.
2.
Achtsamkeit stärken: Wer sich online oder unterwegs kennenlernt,
weiß nicht, wer die andere Person wirklich ist. Treffen sollten immer
in geschütztem Raum, idealerweise mit Freund*innen stattfinden.
3.
Gemeinsam statt allein: Beim Ausgehen sollten Jugendliche
beisammen bleiben und aufeinander achten. Zumindest sollten
Vertrauenspersonen Bescheid wissen, wo und mit wem man sich aufhält.
4.
Erreichbarkeit und Sicherheit: Ein aufgeladenes Handy und
wichtige Telefonnummern, auch auf Papier in der Jackentasche, sollten
dabei sein.
5.
Einvernehmlichkeit braucht ein JA : Körperliche Nähe ist nur dann
erlaubt, wenn alle Beteiligten einverstanden sind und zustimmen. Ein
NEIN ist immer ein Nein, auch wenn es mit einem JA begonnen hat.
Gewalt hat keinen Platz in einer gesunden Sexualität.
6.
Gewalt braucht HALT: Wenn sexuelle Grenzverletzungen, Übergriffe
oder Vergewaltigung stattfinden, ist es wichtig dies zu sofort zu
stoppen, zu dokumentieren und Hilfe zu holen Im Notfall gilt: sofort
eine Notrufnummer (112) wählen. Bei Verletzungen ist eine rasche
ärztliche Untersuchung notwendig. Zu einer Anzeige bei der Polizei
begleiten Prozessbegleitungseinrichtungen www.pb-fachstelle.at .
7.
Hilfe finden: Unterstützung durch Freund*innen und Familie sind
wichtig, aber manchmal braucht es professionelle Hilfe, wie die
Beratung in einem Kinderschutzzentrum.
Zwtl.: Wichtige Links & Anlaufstellen
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www.kinderschuetzen.at Kinderschutzzentren in Österreich
–
https://www.rataufdraht.at/themenubersicht/gewalt/ko-tropfen
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https://www.wienxtra.at/jugendinfo/infos-von-a-z/kotropfen/
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https://www.wienxtra.at/jugendinfo/infos-von-a-z/zustimmung-zu-
sexuellen-handlungen-so-gehts/
–
https://www.jugendportal.at/themen/liebe-sexualitaet-geschlecht
–
www.saferinternet.at
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https://www.jugendinfo.at/wp-content/uploads/2024/04/Erster-Sex-
und-gro%C3%9Fe-Liebe_2024_web.pdf
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https://www.frauenhelpline.at/
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www.pb-fachstelle.at Anzeigenberatung, Begleitung im
Strafverfahren