Wien (OTS) – Eine groß angelegte Aufwertungsoffensive sorgt seit
letztem Jahr am
Donaukanal für mehr Begrünung, bessere Infrastruktur und Platz zum
Erholen – Großstadt-Flair mit direktem Blick aufs Wasser und Öffi-
Anschluss inklusive. Nach der Eröffnung erster Highlights wie dem
Pocket-Park auf der Fläche des ehemaligen „Glashauses“ oder der vier
neuen Sanitäranlagen im Graffiti-Stil, folgt nun ein echter „Big
Bang“: Der einst verstaubte rechtsufrige, rund 300 Meter lange
Abschnitt zwischen Marien- und Salztorbrücke wurde komplett
umgestaltet: Eine neue charmante Uferpromenade mit baulich getrenntem
Top-Radweg sowie konsumfreie Grünflächen mit zahlreichen einladenden
Sitzmöglichkeiten sorgen ab sofort für weiteren attraktiven Raum zum
Entspannen mitten in der City.
„Dieses Projekt war mir eine Herzensangelegenheit, das Ergebnis
begeistert mich wirklich. Dieser Abschnitt des Donaukanals ist nicht
mehr wiederzuerkennen. Wir haben hier eine echte Oase inmitten der
Großstadt geschaffen. Besonders wichtig war mir die Entflechtung des
Fuß- und Radverkehrs, der ist nun durch einen Grünstreifen klar
voneinander getrennt. Das zusätzliche Grün lädt zum Entspannen und
Verweilen ein – und zwar ohne Konsumzwang! Und man sieht bereits
jetzt: Die Menschen nehmen das neue Angebot sehr gerne an!“ freut
sich die für die Wiener Gewässer zuständige Stadträtin Ulli Sima. Vor
Jahresende kommen noch 9 neue Bäume zu den 15 Bestandsbäumen hinzu,
drei davon sind XXL-Bäume.
„Wir freuen uns mit den Nutzer*innen über die vielen konsumfreien
Sitzgelegenheiten. Schon nach kurzer Zeit hat sich das Areal als eine
wirklich gut genutzte Aufenthaltsfläche etabliert. Der getrennte
Radweg hebt die Sicherheit aller, die sich hier bewegen. Das begrüße
ich sowohl als selbst Radfahrende, wie auch als Vertreterin der
Zufußgehenden, die als Schwächste im Verkehr besonderen Schutz
brauchen“, so Patricia Davis, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin und
Vorsitzende der Bezirksentwicklungs- und -gestaltungskommission.
2026 geht es weiter mit der Aufwertungs-Offensive am Donaukanal:
so ist geplant, die Umgestaltung eines Abschnitts von ca. 200 m Länge
am linken Ufer im Bereich der Aspernbrücke (gegenüber Urania und
Hermannpark) umzusetzen. Angedacht ist eine Liegelandschaft bestehend
aus Holzdecks, direkt an der Kaimauer. Die Ausstattung wie die
Möblierung, Beleuchtung, Bepflanzung usw. soll an den Bereich Salztor
-Marienbrücke angeglichen werden.
„Die Umsetzungen am Donaukanal bedeuten eine erhebliche
Aufwertung. Vor allem für die Anwohnerinnen und Anwohner entsteht
dadurch mehr Lebensqualität direkt vor der Haustür – ein Ort zum
Flanieren und Erholen“, freut sich der Bezirksvorsteher der
Leopoldstadt Alexander Nikolai.
Radweg sorgt für maximalen Fahrkomfort
Im Rahmen der Umgestaltungsarbeiten zwischen Salztor- und
Marienbrücke wurde dieses Jahr der ehemals gemischte Fuß- und Radweg
zwischen Marien- und Salztorbrücke entflechtet. Während
Fußgängerinnen nun direkt am Wasser eine breite Uferpromenade mit
genügend Raum zum gemütlichen Flanieren vorfinden, bietet der neue, 4
Meter breite Zwei-Richtungs-Radweg eine direkte Route entlang der
Donaukanalmauer. Die Trennung der beiden großzügig ausgestalteten
Wege liefert maximalen Fahrkomfort für alle Radler*innen und mehr
Platz für Fußgänger*innen und Läufer*innen. Auch die frisch sanierte
U-Bahnmauer ist auf voller Länge von rund 300 Metern mit Gräsern
begrünt. Der neue Radweg ist Teil der großen Radwegeoffensive der
Stadt Wien. Durch die bewusste Lenkung unterschiedlicher Nutzer*
innenströme wird ein umsichtiges Miteinander am Donaukanal gefördert.
„Wo viele Menschen zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs sind, ist
die Entflechtung von Geh- und Radweg für ein entspanntes und sicheres
Nebeneinander wichtig. Gleichzeitig schaffen wir mit nachhaltiger
Begrünung ein Mehr an Komfort und schattiger, klimafitter
Aufenthaltsqualität. Für alle, die diesen beliebten Uferabschnitt so
gerne nutzen – ob gehend, radelnd oder sitzend,“ betont NEOS Wien
Mobilitäts- und Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner.
Grüne Wohlfühloase ohne Konsumzwang
Das Highlight: Aufgrund der neu geplanten Wegführung gibt es nun
einen mittigen Aufenthaltsbereich, der mit neuen Bäumen und
zahlreichen Sitzmöglichkeiten für eine weitere grüne Wohlfühloase
ohne Konsumzwang am Donaukanal sorgt. Hier kann man den Alltag hinter
sich lassen: Insgesamt wurden über 30 vielfältige Sitzmöglichkeiten
errichtet, darunter Doppelliegen, Einfach- und Mehrfachsitze sowie
Tisch-Bank-Kombinationen. Bis Jahresende folgt noch die Pflanzung von
insgesamt 9 neuen Bäume, davon 3 im XXL-Format.
Neue Staudenbeete und blühende Blumeninseln direkt am Wasser
Der umgestaltete Uferabschnitt verfügt über eine Gesamtfläche von
knapp 4.600 m², fast 1.200 m² davon wurden zu neuen Grünflächen
umgestaltet. Neben Stauden- und Gräserbeeten sorgen neue blühende
Blumeninseln rund um die Bäume für Farbtupfer. Von Bartblumen,
Windröschen und Bergminze bis hin zu Purpurglöckchen: Die neuen Beete
sind nicht nur ein optischer Blickfang, sondern liefern ein buntes
Blütenbuffet für Schmetterlinge und Bienen. Vier Nebelstelen und zwei
neue Trinkbrunnen runden das Angebot ab und sorgen für Abkühlung
während der Sommermonate.
Neues Gestaltungskonzept für den Donaukanal
Als Grundlage für die laufenden Aufwertungsmaßnahmen dient ein
neu entwickeltes „Gestaltungskonzept“, das die verschiedenen
Anforderungen an den Donaukanal als Freizeit- und Erholungsgebiet
sowie als Verbindungsschneise zu Fuß, per Rad und auf dem Wasser
bündelt und sich schwerpunktmäßig mit der „Urbanen Mitte“
beschäftigt. Dieser Bereich, der sich über etwa 2,6 km zwischen der
Augartenbrücke und Verbindungsbahnbrücke erstreckt, wurde im Vorjahr
durch die MA 45 – Fachabteilung Wiener Gewässer übernommen. Neben der
Pflege und Instandhaltung werden seither am laufenden Band neue
Maßnahmen gesetzt, um den Donaukanal den verschiedenen
Nutzungsansprüchen entsprechend aufzuwerten.
Umgestaltung Donaukanal – Was bisher geschah
Ein Hauch von Paris: Die Schwimmenden Gärten
Bereits 2020 wurde die ehemalige Betonwüste der Kaiserbadschleuse
am Donaukanal zu „Schwimmenden Gärten“ umgestaltet. Auf 1.500 m2
wurde auf der nach dem Vorbild der schwimmenden Gärten von Paris eine
urbane Wohlfühloase geschaffen, mit Beeten, Bäumen und vielen
Sitzgelegenheiten – mittlerweile ein beliebter Treffpunkt am
Donaukanal.
Sonnendeck als Entspannungsoase
Zwischen Augartenbrücke und Rossauer Brücke wurde gemeinsam mit
der Stadt Wien – Brückenbau und Grundbau eine Holzkonstruktion
erbaut, die für eine großzügige Liege- und Sitzfläche sorgt. Umgeben
vom Grün der umliegenden Bäume, kann man hier mit direktem Blick aufs
Wasser die Seele baumeln lassen: Das Sonnendeck verfügt über drei
breite Stufen, ist etwa 75 m² groß und nicht nur stabil, sondern auch
optisch ein echter Hingucker.
Pocket-Park: Grünes Wohnzimmer am Donaukanal
Der 2024 eröffnete, 140 m2 große Pocket-Park liegt zwischen
Augartenbrücke und Salztorbrücke an der Vilma-Steindling-Promenade.
Der „Park im Kleinformat“ bietet kostenlosen Raum für ein Picknick
oder eine entspannte Lesepause direkt am Wasser, ohne dabei etwas
konsumieren zu müssen. Ein großzügiger Sitzstein dient als optische
Abgrenzung zwischen der neuen Grünfläche und der Flaniermeile am
Donaukanal, eine XL-Blasenesche sorgt für Kühlung und Schatten.
Insektenfreundliche Perückensträucher, Bergminze, japanischer
Schneeball und Kletterpflanzen wie Wilder Wein, Clematis und
Kletterrosen begrünen die Kai-Mauer an der Hinterseite der
klimafitten Mini-Oase.
Da geht’s lang: Innovatives Leitsystem am Donaukanal
Ein Leitsystem vereinfacht die Orientierung und den Überblick für
die zahlreichen Angebote entlang der charmanten Uferpromenaden des
Donaukanals. Zur Kennzeichnung von neuen Highlights, Geheimtipps und
nahegelegenen Sehenswürdigkeiten wurden vandalismussichere Wegweiser
als Orientierungshilfen am Boden des Donaukanals aufgemalt. Das
Leitsystem wird nach und nach von der Abteilung Wiener Gewässer über
das gesamte Freizeitareal ausgeweitet.
Neue WC-Anlagen an vier Standorten im Graffiti-Design
Seit Juni 2024 gibt es am Donaukanal insgesamt vier neue
öffentliche und kostenlose Sanitäranlagen. Alle neuen WC-Container
erhielten ein „Brush-Over“ im Graffiti-Design von Szene-Künstlerin
Käthe Löffelmann. Von Gänsen, Eidechsen, Fischen bis hin zu
Schnecken: Die spielerischen Motive auf den Containern spiegeln die
tierische Welt der naturnahen Gewässer Wiens im Comic-Stil wider und
fügen sich gleichzeitig perfekt in das typische Erscheinungsbild des
Donaukanals ein.
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/